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Unsere Arbeit

Konkrete Hilfe für Waisenhäuser

HilfsWaise e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, 3 Waisenhäuser in Äthiopien zu unterstützen - in Sebeta, Melka Jebedu und Harar. Diese drei Waisenhäuser sind der Child & Family Affairs Organisation (CFAO) der Äthiopisch Orthodoxen Kirche unterstellt.

Nonne kocht für WaisenkinderDie beiden Häuser in Sebeta und Melka Jebedu sind an orthodoxe Frauenklöster gekoppelt. Dort werden die Waisenkinder von Nonnen betreut, die liebevolle Ersatzmütter sind und die hart arbeiten, um sich und die Kinder zu versorgen.

Die Nonnen betreiben in kleinem Rahmen Landwirtschaft, weben, backen und verkaufen einen Teil der mühsam selbst gewonnenen Lebensmittel an Dorfbewohner. Im Waisenhaus Sebeta leben zur Zeit 166 Mädchen, im Waisenhaus in Melka Jebedu sind es im Moment 100 Mädchen.

Wie die Waisenhäuser in Sebeta und Melka Jebedu untersteht auch das Waisenhaus in Harar der CFAO, es ist jedoch nicht an ein Kloster gebunden. In Harar leben 86 Jungen und Mädchen. Für 30 Kinder konnte HilfsWaise Patenschaften vermitteln, für die anderen Kinder sorgt eine griechische Hilfsorganisation. Um das Wohl der Kinder vor Ort kümmern sich freie Mitarbeiter der CFAO.

Der Verein HilfsWaise leistet konkrete Hilfe durch Spenden und durch die Vermittlung von persönlichen Patenschaften für Waisenkinder. Die Spenden werden für konkrete Hilfsprojekte wie den Bau von Wohn- und Schulgebäuden oder sanitären Einrichtungen eingesetzt. Die Vereinsvorsitzende Erdmute Krafft besucht alle Waisenhäuser regelmäßig (auf eigene Kosten) und hat so einen genauen Einblick, welche Maßnahmen unterstützt werden müssen, um den Alltag der Kinder zu erleichtern und um weitere Waisenkinder aufnehmen zu können.

Awash Gebru, Leiter des CFAO, schreibt in einem Dankesbrief an HilfsWaise e. V.:
"Ihre vorbehaltlose Unterstützung war entscheidend für die Grundversorgung von Kindern und die Entwicklung ihres Selbstwertgefühles. Mit anderen Worten ohne Ihre menschenfreundliche Unterstützung würden die Kinder in Gefahr sein, ihre Grundrechte zu verlieren."
Den vollständigen Dankesbrief lesen Sie hier.

Bildung ist Hilfe zur Selbsthilfe

Schulbildung ist in Äthiopien, vor allem für Mädchen, noch längst nicht selbstverständlich. Die Waisenhäuser sorgen dafür, dass jedes Kind die Schule besucht und ermöglichen - je nach Fähigkeiten - auch eine Ausbildung.

Lernen fürs Leben Bildung ist das wichtigste Rüstzeug für ein späteres selbständiges Leben. Die Kinder werden nach staatlichem Lehrplan unterrichtet und lernen soziales Verhalten.

Auch die Kinder und Jugendlichen aus der Umgebung profitieren von den neuen Einrichtungen und nutzen die Klosterschulen und Ausbildungsmöglichkeiten (z.B. Computerkurs im errichteten Ausbildungszentrum in Harar). Die Kindergärten und Schulen werden ebenso von vielen muslimischen Familien aus der Umgebung genutzt. So machen kleine Muslime und Christen die Erfahrung, dass man gut zusammen leben und lernen kann.

Aufklärung und Schutz vor Beschneidung

Bildung bedeutet gleichzeitig Aufklärung. Die Waisenkinder werden z.B. über ethische Zusammenhänge, über Krankheiten, über den Schutz vor Krankheiten wie AIDS und zu schädlichen Traditionen, wie der Beschneidung, aufgeklärt.

Die Mädchen in den von HilfsWaise e. V. unterstützten Waisenhäusern bleiben vor Beschneidung bewahrt. Vier von fünf äthiopischen Mädchen sind heute noch beschnitten. Bei dem Eingriff, der meist ohne jede Betäubung mit Rasierklingen, Messern oder Glasscherben durchgeführt wird, erleiden sie unvorstellbare Schmerzen. Häufig kommt es danach zu chronischen Entzündungen und lebensgefährlichen Komplikationen bei Geburten.